so fern und doch so nah.

 

Hallo.

Eigentlich geht’s mir gut. Ich habe viele Freunde, von denen ich weiß, dass sie mich schätzen. Ich bin beliebt, liebenswert, hübsch, klug und sehr kämpferisch. Meine Familie hält sehr zu mir, ich hab diese Woche meine Abitur geschafft und habe klare Ziele vor Augen.

Doch vor Monaten habe ich einen Mann kennen gelernt und ich kann ihn nicht vergessen. Wir spürten auf den ersten Blick eine sehr große Sympathie zueinander, auch wenn ich sie mir auf den ersten Blick nicht sehr klar war, wurde es mir von Zeit zu Zeit immer bewusster. Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt, mit dem ich mich gleich so wohl gefühlt habe. Und nach seinen Angaben ging es ihm genau so. Nun das Problem: Er ist in einer 4-jährigen Beziehung. Zuerst hat er schluss gemacht, doch kurz darauf wurde ihm bewusst (?), dass er seine Freundin sehr liebt.

Ich spüre ihn noch so sehr. Obwohl zwischen uns nichts auf körperlicher Basis gelaufen ist, hat er sein Wesen so sehr in mein Herz verankert, dass ich es nicht mehr wegkrieg. Ich habe noch nie jemanden wie ihn kennen gelernt, und wenn ich ehrlich bin, möchte ich, dass er der einzige ist.

Obwohl wir nun seit Wochen vl auch Monaten keinen wirklichen Kontakt mehr haben, spür ich ihn wirklich sehr in meinem Herzen. Doch ich habe sehr Angst, diese Verbundenheit gegenüber ihm zu zeigen, weil ich Angst habe mich damit ins Lächerliche zu ziehn. Und überhaupt, will er nichts bzw. nicht mehr von mir. Ich komme mir leicht verarscht vor, doch verstehe auch seinen Ansichtspunkt. Dabei komme ich mir aber sehr alleine vor, den von den vielen Freunden, die ich habe, kann niemand diese Gefühl die ich gegenüber ihm habe verstehen. Er ist nicht der attraktivste, muskelösteste, leidenschaftlichste oder charmanteste Kerl, doch er selbst, wie ich ihn in diesen wenigen Wochen kennen gelernt habe, hat sich so sehr in mich verinnerlicht, dass ich nicht mehr los komme. Ich schreibe ihm nicht, ruf ihn nicht an oder der gleichen, sondern lebe es einfach so in mich hinnein, weil ich genau weiß, dass es nichts bringen würde. Ich habe ihm nämlich vor Wochen gebeichtet bzw. per mail geschrieben, dass ich mich in ihn verliebt habe. Daraufhin schrieb er, dass er bemerkt habe wie sehr er seine Freundin liebt, und er sich dass nun sehr bewusst worden ist.

 Was soll ich da nun tun?

Wenn es nicht ER wäre, würde ich ihn vergessen, anderen Sachen widmen, mich ablenken, bis ich ihn gelöscht habe, doch es ist nun mal ER. Der mir so viele schöne Sachen gesagt hat, wie das er glaubt, dass wir füreinander bestimmt sind, und das er mich genau so spürt, wie ich es tat und noch immer tue. Ich verstehe aber nicht, wie das auf einmal alles so weg sein kann. Und wenn es nicht weg ist, wie man mit diesem Schmerz leben kann, sich gegen seine Gefühle bewegen, auf diese nicht einzugehen.

Ich denke mir, dass er seine Freundin wirklich sehr lieben muss, um das auf sich zu nehmen. Und um diese Liebe, die er ihr damir schenkt, beneide ich sehr. Ja, ich wünschte mir, diese Liebe gehörte mir. Doch ich kann nichts tun, mir geht’s nicht schlecht, aber auch nicht schlecht, doch ich fühl mich sehr unwohl, weil ich einfach nicht dagegen tun kann. Gegen die ganze Situation.
Ich habe keine Hoffnung mehr. Anfänglich hatte ich sie, doch nun schwinden sie, besser gesagt sind sie schon im 0,- Berreich.Doch ich krieg ihn aus meinem Gefühl nicht weg. Er ist immer präsent, obwohl wir uns seit Wochen keinen Kontakt hatten.

Meine Freundinnen sagen, er sei nicht Gut genug, er sei nicht sehr hübsch, er sei nicht der Typ für mich..doch ich seh es anders. Er hat mich auf eine Art und Weise berührt, die man nicht beschreiben kann, auf einer anderen Basis, die man nicht verstehen kann, solange man es nicht selber erlebt hat. Man trägt den Schmerz immer beisich, auch wenn man sich gut fühlt, hat man den Wunsch dieses Gefühl mit diesen Menschen zu teilen. Man trägt ihn immer im Herzen, und hofft ihm auf irgendeinen Art und Weise zu begegnen. Das heisst nicht, wenn ich ihn sehn würde, dass ich mit ihm sprechen würde..vl würde ich mich auch nicht trauen ihn anzuschauen, weil es zu sehr weh tut, aber das Prinzip, ihn einfach wirklich in meiner Nähe zu haben, würd mir irgendwie gut tun. Aber naja nicht mal das. Ich kanns nicht beschreiben.

Jedes mal wenn ich aus dem Haus gehe, wünsche ich mir ihm zu begegnen, ich stalke niemanden oder renn auch niemandem nach, aberwenn ich irgendwo unterwegs bin, wünsch ich mir ihm zu begegnen. Man könnt es als eine Art Paranoia sehn, nur in die umgekehrte Richtung..das man nicht Angst hat verfolgt zu werden, sondern es sicht wünscht, die Aufmerksamkeit dieser Person zu bekommen.


Ich kann nicht mal sagen ob es wirklich Liebe ist, dafür kennen wir uns, oder haben wir uns zu wenig kennen gelernt, aber so einer innige Verbundenheit mit einem Menschen in so einer Kurzen Zeit, die weiter geht, obwohl man so sehr voneinander distanziert ist, ist mir so Neu, dass ich sie nicht loswerden kann. Manchmal denk ich mir, ich will es gar nicht, weil es auf irgendeine art und weise wieder sehr schön ist, da draußen in der großen weiten Welt einen Menschen gefunden gehabt zu haben, der genauso war wie du. Innerlich.

Ich vermisse seine Sympathie, seine Art, sein Lachen, seine Blicke, seine Gesten, sein Reden...einfach sein Wesen. Ich wünschte mir so sehr, dass er auch „aktiv“ ein Teil meines Lebens wär, nicht nur in meinen Gedanken. Ich habe keine Hoffnungen, wirklich nicht. Aber er hat einen großen Eindruck in meinem Herzen gemacht, dass ich ihn eigentlich nicht loshaben möchte. Doch weil ich weiß, dass es ausweglos ist, und keine Hoffnung zwischen uns besteht, nicht mal für eine Freundschaft, weil die Verbundenheit zu groß ist, lebe ich diese Gefühl für ihn innerlich aus. Nach draußen bin ich wieder die alte, doch innerlich bricht in mir immer wieder ein Sturm aus. Doch ich habe langsam angefangen zu lernen wie ich mit diesem Sturm umzugehen habe...und es geht mir dabei gut, auch wenn doch in Momenten der Einsamkeit mein Herz blutet und mein Auge weint.

 Gute Nacht.

20.6.09 01:30

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